Bezirksbeiratssitzung: Herr Raffke spricht mit Zögerle

Es ist schon eine interessante Erfahrung, dass in den 5 Minuten für Bürger, die an sich ja schon verhältnismäßig lächerlich sind, keine 2 Minuten für einen vielleicht ungewöhnlichen Beitrag übrig sind. Ob es mehr die Form oder der vermutete Inhalt waren, weiß ich nicht.

Jedenfalls könnt ihr den Inhalt weiter unten nachlesen.

Als Fazit des Abends nehme ich mit, dass wir in Sachen aurelis-Gelände voll über den Tisch gezogen werden und bald sechsstöckige Bürokomplexe und ein noch größeres Verkehrschaos im Industriegebiet (Synergiepark finde ich zu euphemistisch, viel Park ist da nicht) bekommen werden. Und manche merken das noch nicht einmal.

Was keiner hören sollte

Guten Abend, aurelis Köln, Raffke hier.

Ach s. Zögerle. Mein lieber Kollege aus Stuttgart.

Jetzt machen Sie sich mal nicht ins Hemd wegen ein paar Unterschriften.

Ja, auch wenn es über 1000 waren. Diese ewigen Weltverbesserer müssen Sie doch nicht Ernst nehmen.
Sie hatten doch damals diesen tollen Planungsworkshop, der ergab doch ein schönes Ergebnis für uns.

Ach, was, der Bezirksbeirat. Die können doch gar nichts bestimmen. Außerdem war das im Mai, das wissen die
doch jetzt nicht mehr.

Also, selbst wenn die sich erinnern und selbst wenn es fast alle Fraktionen waren. Sie haben mir doch noch vorm
Sommer erzählt, dass die Betreuungsstadträte dann gleich die zügige Weiterplanung für uns beantragt haben.
Dann ist doch alles in Butter.

Das glauben Sie doch selbst nicht, dass die Bezirksbeiräte aufmucken, das ist ja noch nie passiert.

Ach, da gibt es ein kleines Problemchen bei den Betreuungsstadträten? Oh Zögerle! Die war von dem hübschen
Faltblatt nicht beeindruckt. Machen Sie sich nicht lächerlich, sie werden mit der doch wohl fertig werden und
noch ein paar Sachzwänge aus dem Hut zaubern. Solche, die auch eine Frau versteht. Und wenn nicht, dann
winkt der Ausschuss das trotzdem durch, ist dann halt nicht einstimmig.

Wegen der Gutachten. Ach Mensch Zögerle, da vertrösten Sie die Leute einfach nochmal.
Oder Sie präsentieren Ihnen die Ergebnisse der Umfrage, dann sind die abgelenkt.

Hören Sie mal, ich habe hier in Köln wirkliche Probleme, wir mussten unseren Mietern schon das Pflaster im
Hof herausreißen und dann einen Graben quer drüber ziehen, wir ließen Geländer abbrechen und die Einfahrt mit
einem Erdhaufen zuschütten, damit die endlich kapieren, dass sie gehen sollen.
Jetzt setzen sie denen da halt die Rahmenplanung vor die Nase und ziehen das endlich durch.
Und wenn Sie das nicht schaffen, dann können sie sich einen Job als Sozialarbeiter suchen, Sie Weichei!

Nein, das nehme ich nicht zurück, auf Wiederhören!

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