Von anderen Lernen – Beispiel: Frankfurter Flughafen

Hallo Freundinnen und Freunde des Kopfbahnhofs:

Zunächst möchte ich mit meinen Gedanken einmal nach Frankfurt zum Flughafen reisen, weil vielleicht am auswärtigem Beispiel deutlicher wird, was sich gerade bei uns abspielt:

Die Bürgerinitiativen gegen den Fluglärm im Großraum Frankfurt haben sich in die Hand hinein versprochen sich nicht auseinander dividieren zu lassen. Ihr Forderungskatalog ist ziemlich massiv oder sagen wir besser radikal. So fordern sie neben dem Nachtflugverbot die Schließung der neuen Nord-West Landebahn. (Das wäre etwa so, wenn in Stuttgart der Tiefbahnhof gebaut wäre, und wir fordern ihn wieder abzureißen) Vor dem Bau der Nord-West Landebahn gab es eine zweijährige Mediation (nicht zwei Wochen) über deren reellem Ergebnis die betroffene Bevölkerung heute tief enttäuscht ist, sie fühlt sich über den Tisch gezogen. Deshalb heute die Forderung: Die Bahn muss weg (die Landebahn), Mediation hin oder her.

Wie sähe es nun aus, die Frankfurter Menschen würden erneut in eine Mediation gehen, mit dem Ziel die Anflugvorgänge und Anfluglinien so zu „optimieren“ ,dass der Fluglärm gesenkt wird (bei mir, beim Nachbarn steigt er). Sie würden ihr Ziel aufgeben an der Ursachen-Schraube zu drehen und würden sich in die Mitverantwortung begeben, bestehenden Schaden „umzuverteilen“.

Wenn wir aus den Erfahrungen der Frankfurter Menschen lernen, wären wir gut beraten aus dem Dialog auszusteigen, anstatt uns daran zu beteiligen Murks² zum Murks abzuschwächen, für diesen Murks dann aber mit in der Verantwortung stehen. Ich stimme deshalb Prof. Bodack zu, der uns empfohlen hat, keine Vorschläge im Rahmen des S 21 Projekts zu unterbreiten.

Im Anhang sende ich Euch die Frankfurter Mediationsbroschüre.
(Hier zu finden: Endbericht_Mediationsverfahren)
Bitte die Zeit nicht verschwenden mit Durchlesen, ich denke ein Drüberhuschen müsste genügen, um zu erkennen, dass man auch die Frankfurter mit vielen Alternativvorschlägen geködert hat und zum Schluss haben sie doch zum eigenen Schaden in den Mistkübel gegriffen. Die Frankfurter haben daraus gelernt, ich würde mir wünschen, wir könnten ihre Erfahrung heute schon beherzigen.

Grüße

Jenö

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